Ich habe gestern meine erste Radtour in diesem Jahre gemacht. Zugebenen nicht am Meer, die muss noch ein wenig warten.

Unterwegs sind mir viele Wanderer und Spaziergänger begegnet und mir fiel erneut auf, dass wirklich jeder mir mit direktem Augenkontakt zunickte und/oder offen und zugewandt “Hallo” sagte. Und ich kannte keinen von ihnen persönlich!

Erlebst Du auch, dass sich – neben dem ganzen Stress und Wirbel, den Corona ausgelöst hat- Begegnungen verändert haben?

Ein Grund für diese Entwicklung könnten die „Entbehrungen“ sein, die wir gemeinsam und individuell jeden Tag erleben. Sie machen uns sowohl die „kleinen Dinge“,  als auch das was wir wollen/nicht mehr wollen bewusster und damit vielleicht auch zu „Verbündeten“?

“Der kürzeste Weg zwischen zwei Menschen ist ein Lächeln”. Richtig? Kein einziges Wort braucht dieser feine, leichte und so wohltuende „Austausch“ von Mensch zu Mensch. Es kostet nichts und hat zugleich sehr viel Wirkung.

Meinungen sind aktuell ein großes Thema. Sie erzeugen Nähe und zugleich viel Unfrieden und/oder sogar Trennung. Ich nehme an, dass sie aktuell so wichtig und “aufgeladen” sind, weil das Bedürfnis nach innerer und äußerer Stabilität so groß wie selten zuvor ist.

Wenn wir es jedoch genauer betrachten, ist unsere Meinung ein bewegliches Konstrukt unseres Verstandes. Er verknüpft permanent unsere eigenen Glaubensmuster mit dem, was wir an Informationen hören und emotional erleben und “sortiert” und bewertet es. Für sich genommen ist das eine hervorragende Leistung, denn er ist als Mega-Speichermedium ständig im Prozess der Weiterentwicklung. Doch das macht Meinung grundsätzlich “instabil”. Ich war zum Beispiel vor Jahren noch fest davon überzeugt, dass ich Fahrradfahren doof finde und heute radle ich am liebsten jedes Wochenende 🙂 Sicher kennst Du das in Deinem Leben auch, oder?

Ist es vor diesem Hintergrund klug, Meinungen so viel Gewicht zu geben, dass sie Trennung und Spaltung erzeugen?

Unser Herz ist in seinem “Denken” vom Verstand unabhängig. Es reagiert zwar gefühlsmäßig auf das was der Verstand “produziert”, doch es hat seine eigene Wahrheit und Weisheit. Deine Gabe ist zu fühlen und somit “bewertet” es das, was wir erleben und hören nach anderen Kriterien. Seine Energie ist verbindend, es ist Dein Ort der Ruhe und friedlicher Antworten, wenn es im Aussen instabil oder Dein Verstand unruhig ist.

Probier es aus: nimm Dir z.B. abends, wenn die Meinungen tagsüber mal wieder um Dich herum gesaust sind und Dich ordentlich befeuert oder verwirrt haben, einen Moment Zeit und frag es. Wenn Du magst kannst Du dafür die Hände auf Dein Herz legen oder Dir ein Herz (als Symbol für Dein Herz) auf ein Blatt Papier malen. Atme einige Male tief und bewusst in Dein Herz und stell ihm die Frage: glaubst Du, dass….? Was meinst Du, stimmt das….? Oder das….?

Die Stimme Deines Herzens erkennst Du daran, dass sie sanft ist. Sie äußert Gefühle, sie wertet jedoch nichts und niemanden ab. Es braucht nur ein wenig Aufmerksamkeit (und vielleicht Übung) sie von der Kopf-Stimme zu unterscheiden.

Wir brauchen Meinungen, um eine klare Haltung zu entwickeln- und die ist für Vieles wichtig, keine Frage. Und zugleich ist es wichtig, dass wir uns täglich daran besinnen, dass unser Herz die perfekte Ergänzung zu unserem Verstand ist.

Unser Herz ist kein “nice to have”, sondern wesentlich für die Stabilität des Ganzen. Mit der intelligenten Kombination von Verstand und Herz wird es für uns selbst und uns gemeinsam „rund“ und damit hat auch das Gefühl der Trennung ein Ende 🙂

Ich wünsche Dir viele freundliche Blicke, kleine Lächeln, herzverbundene Begegnungen und kluge Gespräche, in denen Du -trotz allem was Dich aktuell bewegt und beschäftigt- die GOOD VIBES unsere Zeitqualität erleben und spüren kannst.

Herzensgrüße von mir

Antje

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